Hyssop

Hyssop

Hyssop (Hyssopus officinalis)

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Der Ysop (auch Josefskraut, Kirchenseppl, Eisop oder Isop genannt) stammt, wie viele der bekannten Kräuter und Gewürzpflanzen, aus dem Mittelmeerraum, wird aber in Mitteleuropa schon seit dem 16. Jahrhundert als Gewürz und Heilpflanze kultiviert.

Ysop hat einen herben, leicht bitteren und dennoch erfrischenden Geschmack, der an Rosmarin oder Salbei erinnert. Man verwendet die jungen Triebe, aber auch Blätter und Blüten, die eine schöne violette bis blaue Farbe haben. Die Bitterstoffe im Ysop erleichtern die Verdauung von fetthaltigen Speisen, somit passt er gut zu Fleischgerichten mit Gans, Ente oder Schweinfleisch. Sparsam verwendet eignet er sich auch für Salate, Kartoffelsalat, Kräuterquark, Saucen und Eintöpfe.

Die leicht bittere Geschmacksnote des Ysop wird auch zur Aromatisierung von Likören verwendet, beispielsweise des französischen Bénédictine oder des Chartreuses.

Die Heilkraft des Ysop ist seit der Antike bekannt. Im Alten Testament wird es als reinigendes und desinfizierendes Mittel z. B. zur Tempelreinigung und zur Behandlung Leprakranker empfohlen. Da er reich an Vitamin C und Bitterstoffen ist, hilft bei Magenerkrankungen, fördert die Verdauung und wirkt harntreibend, außerdem wird er in der Rheumabehandlung eingesetzt. 

Wissenswertes: Auf den Blättern wächst ein Pilz der Gattung Penicillum, der für die heilende Wirkung der Ysop-Bäder bei Lepra verantwortlich sein dürfte, da von dem Pilz eine stark antibiotische Wirkung ausgeht (penicillinverwandter Wirkstoff). Schwangere sollten aus diesem Grund keinen Ysop verwenden.